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Bischof und Abt feiern gemeinsam Vesper in Memlebener Krypta

Eine besondere Stimmung zog sich am Donnerstag, den 7.09.2017 durch die Krypta des Memlebener Klosters. Bischof Dr. Gerhard Feige aus Magdeburg und Abt Michael Reepen OSB von der Abtei Münsterschwarzach, begleitet von drei seiner Mitbrüder, Pater Maximilian, Pater Frank und Bruder Antonius, feierten gemeinsam eine feierliche Vesper in der Krypta. Über 60 Gäste waren anwesend und folgten aktiv dem benediktinischen Abendgebet. Gemeinsamer Gesang, Lesungen und Gebete ließen bei den Teilnehmern eine besinnliche und feierliche Grundstimmung zurück.
Mitunter getrieben von der durch die Fremdartigkeit geweckten Neugier folgten die Gäste in das Dormitorium, wo für eine gemeinsame Gesprächsrunde mit Abt, Bischof, Stiftungsvorstand Götz Ulrich alles vorbereitet war. Die MDR-Moderatorin Mechthild Baus übernahm die Gesprächsführung. Nach einer kurzen Einführungsphase stellte sich schnell heraus, dass ihre drei Gesprächspartner nach anfänglichen Missverständnissen inzwischen eine unkomplizierte Beziehung zueinander pflegen, die durchaus auch überraschend komische Aspekte zu Tage beförderte.
Von der Entstehung der Beziehung zwischen Memleben und Münsterschwarzach bis hin zu vielversprechenden Zukunftsvisionen – weit über das Memlebener Klosterjahr 2018 hinaus – zeigte sich der Gesprächskreis offen, gespannt und bereit, weiterhin an der Entwicklung des Klosters in Memleben mitzuwirken. Dabei kam einstimmig zum Ausdruck, dass auch das Baudenkmal Kloster heute eine Brücke zum Glauben bilden kann, ohne dass dauerhaft Benediktiner oder andere Kirchenmänner und -frauen anwesend sein müssen. Denn außer dem Glauben oder der Beziehung zum Christentum, welche die Gesellschaft vor Ort prägen, sind es ebenso wirtschaftliche Aspekte oder der Einfluss auf die Bildung, wie seit über 1000 Jahre, die ein Kloster auf die Region und die Gesellschaft wirken lassen.

Eine kleine Weinverkostung mit mediterranem Buffet zur Erinnerung an die Herkunft des heiligen Benedikts rundete den Abend ab und ließ ausreichend Spielraum für angeregte Gespräche und den Genuss von Saale-Unstrut-Wein.

  

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